Kolumbien · Entkoffeinierung mit Ethylacetat (EA)
Huilan – entkoffeiniert
Traube · Pflaume · Honig · klar · ausgewogen
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COFFEE FACTS
Kaffeeprofil
- Herkunftsland
- Kolumbien
- Anbauhöhe
- 1.300–1.800 m
- Varietäten
- Caturra · Castillo
- Aufbereitung
- Entkoffeinierung mit Ethylacetat (EA)
- Empfohlene Röstung
- mitteldunkel bis dunkel
- Empfohlene Zubereitung
- Milchkaffee / Espresso
FLAVOR PROFILE
Geschmacksprofil
Traube · Pflaume · Honig · klar · ausgewogen
Ein wesentlicher Vorteil des Ethylacetat-Verfahrens liegt darin, dass Koffein gezielt aus den Bohnen herausgelöst werden kann, während möglichst viele süße und aromatische Bestandteile erhalten bleiben sollen. Der entkoffeinierte Kaffee zeigt weiterhin eine angenehme Fruchtsüße mit Anklängen von Trauben, Pflaumen und Honig sowie ein klares, ausgewogenes Mundgefühl. Damit verdeutlicht diese Charge den Anspruch, bei der Entkoffeinierung möglichst viel Geschmack zu bewahren.
Geschmacksfamilie: Nussig / schokoladig / vollmundig
ORIGIN STORY
Herkunft und Aufbereitung
Das EA-Verfahren zur Entkoffeinierung
Im Mittelpunkt dieses Produkts steht die Entkoffeinierung mit Ethylacetat, kurz EA. Ethylacetat ist eine organische Verbindung, die unter anderem natürlich in Zuckerrohr, Bananen und Erdbeeren vorkommt. EA kann durch die Fermentation von Zuckerrohr und Melasse gewonnen werden und wird deshalb im Zusammenhang mit Kaffee auch als „Sugarcane Decaf“ bezeichnet.
Die chinesische Produktbeschreibung nennt als Beispiel für spezialisierte Entkoffeinierungsbetriebe die 1931 gegründete Coffein Compagnie in Bremen. Sie beschreibt den typischen Ablauf folgendermaßen: Zunächst werden die grünen Bohnen ungefähr 30 Minuten mit Dampf behandelt, damit sie sich für die Extraktion öffnen und die Silberhaut gelöst wird. Anschließend kommen sie in eine Lösung aus Ethylacetat und Wasser. Bei ungefähr 70 °C wird Koffein extrahiert; die Flüssigkeit wird im Verlauf des Prozesses mehrmals, laut dieser Beschreibung sechs- bis zehnmal, ausgetauscht.
Anschließend wird verbliebenes EA durch erneute Dampfbehandlung entfernt. Danach werden die Bohnen getrocknet, aufbereitet und verpackt. Die chinesische Produktbeschreibung nennt für den Prozess eine Koffeinreduktion von mehr als 97 % und einen Restkoffeingehalt von weniger als 0,1 %. Die genannten Prozesswerte sind Beschreibungsangaben und keine nachgewiesenen Messwerte dieser konkreten Charge.
Entkoffeiniert, aber weiterhin geschmackvoll
Das Ziel des EA-Verfahrens besteht darin, Koffein möglichst selektiv zu entfernen und gleichzeitig den Charakter der Bohne zu erhalten. Daher kann das Ergebnis auch nach der Entkoffeinierung eine angenehme Süße zeigen.
Bei unserer Verkostung erinnert diese Charge an Trauben, Pflaumen und Honig. Der Kaffee wirkt klar und ausgewogen. Das unterstreicht den Gedanken hinter dieser Verarbeitung: weniger Koffein, ohne den typischen Kaffeegeschmack unnötig aufzugeben.