Costa Rica · anaerobes Honey-Verfahren
Blue Mint – Blaue Minze
Blaubeere · rote Kirsche · Kaugummi · Pfefferminze · Wassermelone
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COFFEE FACTS
Kaffeeprofil
- Herkunftsland
- Costa Rica
- Region
- Brunca · Pérez Zeledón
- Farm
- Finca La Piedra
- Erntezeit
- August bis Februar
- Anbauhöhe
- 1.500–1.700 m
- Qualitätsklasse
- SHB
- Aufbereitung
- Anaerobic Honey (anaerobes Honey-Verfahren)
- Empfohlene Röstung
- mittelhell bis mittel
- Empfohlene Zubereitung
- Espresso / Handfilter
FLAVOR PROFILE
Geschmacksprofil
Blaubeere · rote Kirsche · Kaugummi · Pfefferminze · Wassermelone
Die süßen Noten von Blaubeeren und Bonbons treten deutlich hervor. Zu Beginn erinnern sie an reife Blaubeeren, rote Kirschen und Kaugummi. Danach folgen saftige, erfrischende Akzente von Wassermelone und anderen Melonen. Wenn der Kaffee abkühlt, wird eine pfefferminzartige Frische deutlicher wahrnehmbar; der Nachgeschmack ist klar und leicht kühlend. Das Geschmacksbild zeigt erkennbare Fermentationsnoten, bleibt im Kern jedoch von hoher Süße, reifen Beeren und einer an Süßigkeiten erinnernden Aromatik geprägt.
Geschmacksfamilie: Kräuterfrische / Beeren
ORIGIN STORY
Herkunft und Aufbereitung
Der Ursprung im Süden Costa Ricas
Blue Mint stammt aus der Region Brunca im Süden Costa Ricas, genauer aus dem Gebiet um Pérez Zeledón. Die Gegend liegt in der Nähe höherer Gebirgszüge und ist von ausgeprägten Höhenunterschieden geprägt. Dadurch entstehen vielfältige Mikroklimata, in denen auch kleine Kaffeechargen mit eigenständigem Charakter gedeihen.
In öffentlich zugänglichen Handelsinformationen werden für diesen Kaffee häufig Anbauhöhen von etwa 1.500 bis 1.700 Metern angegeben. In dieser Höhenlage reifen die Kaffeekirschen vergleichsweise langsam. Das schafft günstige Voraussetzungen für eine ausgeprägte Süße, eine klar erkennbare Säure und komplexe Aromen.
Finca La Piedra und der Name „Blue Mint“
Mehrere Handelsquellen führen diese Kaffeecharge auf die Finca La Piedra zurück. Auf dem chinesischen Markt ist sie unter der Bezeichnung „Riesenstein-Farm“ bekannt.
„La Piedra“ bedeutet im Spanischen „Stein“ beziehungsweise „Fels“. In Beschreibungen der Umgebung werden auffällige Felsformationen, Wälder, Wiesen und Täler erwähnt. Der Name scheint daher eher die Landschaft selbst zu beschreiben, als eigens für die Vermarktung des Kaffees erfunden worden zu sein.
Blue Mint bezeichnet dabei keine botanische Kaffeesorte.
Von derselben Farm werden auch Chargen mit anderen Aufbereitungsarten angeboten, darunter Natural, Black Honey und Anaerobic Natural. Entsprechend ist Blue Mint am ehesten als Handelsname für eine bestimmte Aufbereitung und ein charakteristisches Geschmacksprofil dieser Farm zu verstehen – nicht als Sortenbezeichnung.
Anaerobic Honey: Was wir bestätigen können – und was nicht
Mehrere voneinander unabhängige Produktbeschreibungen stimmen in der Bezeichnung der Aufbereitung überein: Anaerobic Honey, also ein anaerobes Honey-Verfahren.
Dabei wird eine Fermentation unter sauerstoffarmen Bedingungen mit der Honey-Aufbereitung kombiniert. Nach dem Entfernen der Schale bleibt ein Teil der Fruchtschleimschicht an den Bohnen, während sie für die anschließende Trocknung vorbereitet werden.
Für gelegentlich online genannte Einzelheiten – beispielsweise „doppelt anaerob“, genaue Fermentationsstunden, Temperatur, Brix-Werte, pH-Werte, den Anteil der Fruchtschleimschicht oder die exakte Trocknungsdauer – konnten wir bisher keine ausreichend verlässlichen Primärangaben der Farm bestätigen.
ROASTiME ergänzt solche Zahlen daher nicht bloß, um die Geschichte der Verarbeitung komplizierter erscheinen zu lassen.
Wir bleiben bei dem, was sich nachvollziehen lässt: Diese Charge wird als Anaerobic Honey beschrieben. Details, für die keine belastbaren Quellen vorliegen, lassen wir ausdrücklich offen.
Warum dieser Kaffee „Blue Mint“ heißt
Was diesen Kaffee besonders einprägsam macht, sind die in verschiedenen Marktinformationen sehr ähnlich beschriebenen Geschmacksnoten:
Blaubeere, rote Kirsche, Kaugummi, Pfefferminze und Wassermelone.
Zunächst fallen meist die Süße von Blaubeeren und eine an Bonbons erinnernde Aromatik auf. Danach kommen die Süße reifer roter Früchte und saftiger Melonen hinzu. Mit sinkender Temperatur treten die kaugummiartige Süße und eine leichte minzige Frische stärker hervor.
Die Verbindung aus reifen Beeren, Bonbonsüße und einem erfrischenden Nachgeschmack erklärt, warum sich für diese Charge schließlich der Name Blue Mint eingebürgert hat.
Dieser Kaffee setzt nicht einfach auf ein möglichst kräftiges Fermentationsaroma. Sein Reiz liegt vielmehr darin, dass sich unter den deutlichen Aufbereitungsnoten eine gut erkennbare Fruchtsüße und ein unverwechselbarer Charakter erhalten haben.